Der Afrikanische Baobab - Apothekenbaum AfrikasDer Affenbrotbaum liefert Gemüse, Salat, Getränkepulver & Heilmittel12.11.2009 Dr. Gerald Albach
Der Afrikanische Baobab - Apothekenbaum Afrikas - Baobab Fruit Company Senegal
Im Film Gib dem Affen Zucker gibt Adriano Celentano dem Affen Zucker, in vielen Ländern Afrikas gibt Adansonia digitata Affen, Menschen und Menschen die sich zum Affen machen Zucker, Brot und mehr. Der Afrikanische Affenbrotbaum oder Afrikanische Baobab ist wie der marokkanische Arganbaum ein so genannter Multifunktionsbaum und gibt einfach alles: Die Bewohner Afrikas verwenden die Wurzel, das Holz, die Rinde, die Blätter, die Blüten, die Früchte, speichern in teilweise hohlen Baobabs Wasservorräte und genießen den multifunktionalen Schatten des Baobabs. Im Frühjahr schmecken auch die Blätter unserer Laubbäume oft lecker; die jungen Blätter der Buchen sollte man versuchen, oder die frischen Blätter der Linden finden: Wie unsere Sommerlinde gehört der Affenbrotbaum zur Familie der Malvengewächse, wie die jungen Blätter unserer Winterlinde kann man die jungen und zarten Blätter des Baobabs einfach vom Baobabbaum zupfen und lässt sie in die Salatschüssel hupfen. Die Blätter des Affenbrotbaums werden aber auch während der Regenzeit zu Gemüse, Suppen oder wie Winterlindenblätter als Spinat gegessen. Dabei spielt der Baobab für die Bevölkerung Afrikas als Nahrungsquelle eine wesentlich wichtigere Rolle als unsere Linden, wer versucht schon in den blühenden Landschaften Berlins "Unter den Linden" Lindenblätter zu finden? Ganz anders ist dagegen die Situation unter den Baobabs der "Baobab Alley" 20 Kilometer nördlich von Morondava auf der afrikanischen Insel Madagaskar, dort wie überall in Afrika werden gelinde geschrieben tausende von Tonnen der Laubblätter des Baobabs gegessen, gekocht und getrocknet. Das Fruchtfleisch des Baobabs wird multifunktional verwendet Während wir Mitteleuropäer heißen Lindenblütentee schlürfen, lässt der Anblick der Blüten des Baobabs Afrikaner lukullisch weitestgehend kalt, nur afrikanischen Flughunden wird es ganz warm um das kleine vegetarische Flughundeherz, sie tun sich an Blüten, Nektar und Pollen gütlich, und bestäuben dabei die im Durchmesser etwa 20 Zentimeter weißen Blüten. Aus diesen erwächst eine 1 bis 5 Kilogramm schwere Frucht von Melonengröße die es in sich hat - das Affenbrot. Das so genannte Mesocarp der Baobab-Frucht ist ein cremeweißes weiches Fruchtfleisch, wird es getrocknet bekommt es eine pulvrige Konsistenz und wird in allen erdenklichen Zubereitungen in der Küche verwendet. Man kann auch ganz einfach wie im südostafrikanischen Malawi die Baobab-Frucht knacken und das Fruchtfleisch einfach roh kauen. Baobab - Afrikas Baum des Lebens ist ein ApothekenbaumIn Indien gilt der Baobab als heiliger Baum, in Afrika glaubt man in der Volksmedizin an seine heilende Wirkung: Auch hier werden fast alle Pflanzenorgane des Baobabbaums multifunktional eingesetzt, wobei mittlerweile wissenschaftliche Untersuchungen einige volksmedizinische Anwendungen bestätigen. Der Rinde des Baobabs wird eine fiebersenkende Eigenschaft zugewiesen, sie wird sehr häufig verwendet und auch bei Malaria eingesetzt. Auch das Fruchtfleisch und die Blätter finden in der Volksmedizin als fiebersenkendes Mittel Verwendung, darüber hinaus sollen die Blätter des Baobabs gegen Entzündungen der Harnwege und Ohren wirken. SystematikAbteilung: Magnoliophyta – Bedecktsamer Klasse: Rosopsida – Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige Unterklasse: Rosidae – Rosenähnliche Ordnung: Malvales – Malvenartige Familie: Malvaceae – Malvengewächse Unterfamilie: Bombacoideae - Wollbaumgewächse Gattung: Adansonia – Affenbrotbaum Art: Adansonia digitata – Afrikanischer Affenbrotbaum oder Afrikanischer Baobab (Linné 1759) Weiterführende Literatur:
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